Magic Artist galoppiert sich in die Derby-Favoritengruppe

Im Bavarian Classic gelingt dem Hengst der erste Gruppe-Treffer

News | 10.06.2014 – Stall Salzburg-Crack gewinnt das RaceBets.com Bavarian Classic – Doppelsiege für Filip Minarik und Eddi Pedroza.

Magic Artist galoppiert sich in die Derby-Favoritengruppe

Die Geschichte des Siegers im RaceBets.com Bavarian Classic beginnt eigentlich nicht am gestrigen Tage sondern im Jahr 2011. In diesem Jahr kaufte der Stall Salzburg eine Stute von Nayef aus der Artisti auf einer Auktion in England, die auf den Namen Magic Art hörte und im Training und auch Zweijährig mit einem Sieg ihr Talent unter Beweis stellen konnte und 2013 für den Stall Salzburg das Österreichische Derby in Ebreichsdorf gewinnen konnte. Unter dem Eindruck der starken Leistungen der Stute, entdeckten Harald Schneider und Wolfgang Figge im vergangenen Jahr einen Halbbruder der Magic Art auf der Jährlings-Auktion in Newmarket und natürlich stand der zweijährige Iffraaj-Sohn sofort auf dem Einkaufszettel und konnte auch erworben werden. Schon Zweijährig erwies sich der Hengst als sehr talentiert, holte sich einen Sieg in München und konnte sich zwei Mal auf Gruppe-Ebene platzieren. Seine Saison 2014 startete der Hengst Anfang April in Hoppegarten, wo er Speedy Approach unterlag aber bereits eine Top-Leistung zeigte. Es folgte ein Auftritt im Frühjahres-Preis des Bankhauses Metzler in dem eine weitere Gruppe-Platzierung folgte. Hinter dem Derby-Favoriten Sea the Moon und Abendwind belegte er erneut einen dritten Rang. So war es logisch, dass der Hengst mit dieser Top-Form in seinem Heimspiel dem Bavarian Classic antreten würde. Insgesamt acht Pferde gingen am gestrigen Nachmittag in dieser Derby-Vorprüfung an den Start, in der die erste große Stunde des Salzburg-Cracks schlug. Geritten von David Probert, der ihn schon in Frankfurt pilotierte, war Magic Artist unterwegs stets auf dem fünften Rang zu sehen. Angeführt wurde das Feld vom Start weg von Oil of England (M. Lerner) der einen flotte Fahrt vorlegte. Dicht auf folgten bis zu Beginn der Zielgeraden Lac Leman und Invador. Mit erreichen der Geraden wurde es ernst, denn Lac Leman der Vorausfavorit musste einen kurzen Stopp hinnehmen, der ihn gänzlich aus dem Tritt brachte, Oil of England verschärfte die Fahrt und Invador musste bereits unterstützt werden. In diesem Moment tat sich die Lücke für Magic Artist auf und dieser beschleunigte sofort willig, passierte den Führenden und sprang gute drei Längen vom Feld weg. In der Distanz legte der Hengst ausreichend zu um die nachsetzenden Speedy Approach und Nordico auf Distanz zu halten, die sich die Plätze zwei und drei sicherten. Den vierten Rang holte sich Born to Run, der den lange Zeit führenden Oil of England noch sicher passieren konnte.
Bei der Siegerehrung sicherte sich ein überglücklicher Wolfgang Figge sofort die Dienste von Sieg-Jockey David Probert, der nun am ersten Juli-Sonntag als einer der Favoriten im Derby in Horn an den Start gehen wird und auch den Zweitplatzierten Speedy Approach sollte man im Derby am Start sehen.

Gleich zum Auftakt gab es einen Favoriten-Sieg, denn im Preis von Riem sicherte sich Sanji Danon nach überstandenen gesundheitlichen Problemen den Sieg unter Antonio Fresu und ließ Arenus und Del Robre in der Distanz keine Chance.

Das Zielfoto musste im 2. Rennen entscheiden, denn auf der Linie siegte Noble Jack mit Edi Pedroza nach Kampf gegen Valdez. Der dritte Rang wurde geteilt, denn Eternal Power und Kowalsky waren auf der Linie nicht durch das Zielfoto zu trennen.

Mit viel Kampfgeist holte sich Mon General mit Frederik Tylicki den ersten Sieg seiner Karriere im 3. Rennen, musste dafür aber lange Zittern, denn der vom Start führende Sha Gino wehrte sich bis zum Schluss, musste sich allerdings in die Niederlage fügen. Rang drei ging deutlich zurück an Floristo der demnächst für den Sieg fällig sein sollte.

Viel Jubel gab es für den Sieg von Ladys Day die mit Tamara Hofer einen weiteren Punkt für das Formquartier von Werner Glanz fixierte. Von ihrer jungen Reiterin optimal vorgestellt, kämpfte die Stute bis zum Ziel, konnte so Pearl Royale und Shazaam in Schach halten und den ersten Treffer des Jahres feiern.

Nachdem er beim letzten Start nicht überzeugen konnte und in Frankfurt nur einen sechsten Rang belegte,  holte sich Springbok Flyer seinen ersten Karrieretreffer und den zweiten Tagestreffer für Edi Pedroza. Unterwegs stets an vierter Stelle gelegen konterte der Wöhler-Hengst den frühen Angriff von Liebesbrief im Einlauf und siegte mit zwei Längen. Ein starkes Rennen lief beim Debüt Baltic Storm der spät auf Touren kam, dann aber noch mächtig anpackte und dicht an den Zweitplatzierte heranlief.

Zum Ende der Karte gelang Filip Minarik schließlich ein Doppelschlag. Im 7. Rennen pilotierte er Lairy zum Sieg, wobei sich der Wallach auf der Meile sichtlich wohl fühlte zu Beginn der Geraden das Kommando übernahm und dieses auch nicht mehr an die stark nachsetzende Sepideh abgeben musste. Rang drei ging dahinter an Maaghi.

Zum Abschluss war schließlich der erste Trainertreffer des Jahres für John Hillis fällig, der sich über den Sieg von Gusty Gale freuen durfte.  Die Stute war nach dem Start am Ende des Feldes zu sehen, und lag auch bis Mitte des Einlaufs an letzter Position. Dann rückte das Feld immer dichter zusammen,  Filip Minarik fand eine passende Lücke und schob sich auf den letzten Metern an Kings Club und King Goffi vorbei.

Bildquelle: Anja Mösch / turfstock.com