Wahiba Sands und Anatello unterstreichen ihre Ambitionen

Starker Saisonauftakt in München-Riem

News | 15.05.2020 – Der Riemer Saisonstart steht in normalen Zeiten im Zeichen der Derby-Kandidaten wenn im Bavarian Classic Derby-Kandidaten die Klingen kreuzen. Anders gestaltete sich verursacht durch Corona die Situation in diesem Jahr, denn nach dem Shut down und der langen Unsicherheit ob es Rennen in München geben würde, kristallisierte sich in den letzten Tagen heraus, dass ein Renntag in München zur Genehmigung durch das KVR kommen würde und bei der Starterangabe zeichnete sich gute Beteiligung ab, sodass am Donnerstag vermeldet werden konnte: „Boxen auf zum Saisonstart in München“

Wahiba Sands und Anatello unterstreichen ihre Ambitionen

Insbesondere die Münchner Quartiere bestimmten das Geschehen an diesem ersten Renntag des Jahres. Schon zum Auftakt punktete Sarah Steinberg trotz nicht passenden Bodens mit Stall Salzburgs Wahiba Sands, der sich mit Rene Piechulek früh das Kommando schnappte und gegen Firewhere und Carrera zu einem sicheren Treffer kam. Einen zweiten Treffer für den Stall Salzburg gab es im vorletzten Rennen der Karte, denn im Ausgleich III hielt Rene Piechulek Soho lange bei den Pferden und wehrte sich in der Distanz tapfer gegen den angreifenden Gallardo, der bis ins Ziel nicht locker ließ, den Steinberg-Schützling aber nicht passieren konnte.

Nur ein Rennen später stellte sich der mit Hoffnungen versehene Anatello aus dem Stall von Michael Figge vor. Der Hengst setzte sich ebenfalls sofort an die Spitze, fand im Einlauf stets einen weiteren Gang und löste sich zum Schluss zum leichten Sieg gegen Furioso und Waiting for Love.

Einen eigentlich schon im vergangenen Jahr fälligen Sieg gab es für den von Jutta Mayer trainierten High Flight im 3. Rennen. Mit Erreichen der Geraden früh in Front gezogen verteidigte Martin Seidl den Platz an der Sonne bis ins Ziel und konnte Arionna und Soriano sicher in Schach halten.

Einer Sensation gleich kam der Sieg von Pietra della Luna im 4. Rennen der Karte. Über 2.200 m wartete Sibylle Vogt, die derzeit auf einer Welle des Erfolgs unterwegs ist bis in die Gerade, schickte die Stute dann auf die Jagd nach der Spitze und die Vierjährige packte bereitwillig an, explodierte in der Folge förmlich und siegte überlegen mit 17 Längen gegen Poldi’s Liebling und Light My Fire und sorgte mit einer Sieg-Quote von 298:10 für den Toto-Schocker der Veranstaltung.

Einen zweiten Sieg für Sibylle Vogt war im 6. Rennen fällig. Die Schweizerin kam mit Sasuka bereits 200 m vor der Linie an die Spitze und hatte ausreichende Moral um gegen Heart Ahead und gegen Ferragosta zu triumphieren.

Der Sieg im ersten Ausgleich III des Nachmittags ging an den von Marco Klein trainierten Alario. Nach einem von Tommaso Scardino gut eingeteilten Ritt, hatte der Hengst ausreichende Reserven um in der Distanz sicher gegen die vom Start weg führende Picnic en Ville und gegen Action Please zum Zuge zu kommen. Einen weiteren Sieg entführte das Mannheimer Team durch Indian Soldier. Dieser zündete im Einlauf den Turbo und konnte so Spirit of Success und Don Vito klar hinter sich lassen.

Zum Abschluss des Renntages konnte auch noch Münchens Trainer John Hillis einen Sieg feiern. Montepulciano fand in der Geraden die besten Mittel und blieb auf passendem Geläuf nichts schuldig, sodass Riems Trainer-Champion 2019 nicht ohne Treffer blieb. Preaux und Marius holten sich die Plätze zwei und drei.

Am Ende eines interessanten und kurzweiligen Renntags standen 263.000 EUR Umsatz zu buche, womit der Renntag auch am Totalisator ein gutes Ergebnis erbrachte.