Tamara Hofer überrascht die Bayern-Stars beim Honda-Renntag

Oil of England beim Derby Italiano auf Rang drei

News | 19.05.2014 – Vor 7.000 Zuschauern darunter auch die beiden Bayern-Profis Thomas Müller und Claudio Pizarro, ging der dritte Riemer Renntag der Saison bei guten äußeren Bedingungen über die Bühne. Dafür sorgten auch die Honda-Händler, die zahlreiche Kunden auf die Riemer Bahn eingeladen hatten und an mehreren Info-Stationen auf dem Riemer Gelände die breite Produktpalette des japanischen Mischkonzerns präsentierten

Tamara Hofer überrascht die Bayern-Stars beim Honda-Renntag

Was am Abend vorher Borussia Dortmund in Berlin nicht gelungen war, schaffte Tamara Hofer im 6. Rennen beim Honda-Renntag in München-Riem, nämlich einen Sieg gegen den FC Bayern, besser gesagt gegen Thomas Müller und Claudio Pizarro, die nach dem Empfang für den Double –Gewinner auf dem Rathaus-Balkon sofort auf die Rennbahn geeilt waren um den Auftritt ihres Hengstes El Tren zu verfolgen, der als klarer 16:10 Favorit gehandelt wurde. Lange Zeit sah es nach einem Treffer für den von Andreas Wöhler trainierten Dreijährigen aus, der beim Debüt in Hannover einen überlegenen Sieg erzielt hatte, dann jedoch setzte sich die größere Erfahrung von First Line durch, die mit Tamara Hofer nach schwachem Start stets am Ende des Feldes zu sehen war. Erst im Einlauf schob sich die Vierjährige dicht an die Spitze heran und konnte 100 m vor dem Ziel den Widerstand des Führenden brechen. Die 110:10 Außenseiterin siegte schließlich sicher mit einer Länge Vorsprung, vor dem sehr gut gelaufenen Favoriten. Trainer Werner Glanz konnte sich nach dem Treffer der Vierjährigen ebenso wie Roland Dszubasz über den zweiten Tagestreffer freuen. Deutlich zurück ging das dritte Geld an Nice Danon.

Mann des Tages am Honda-Renntag war Michael Caddedu, der bis in das Jahr 2013 neben seinem Beruf als Jockey auch Darsteller in einer italienischen Daily soap war. Das er aber nicht nur als Schauspieler eine gute Figur macht, zeigte er zur Mitte des Programms mit einem Doppelschlag.

Den ersten Treffer landete der Italiener im 3. Rennen mit Fibonacci, der seiner Favoritenstellung vollauf gerecht werden konnte und nach einem Rennen im Fahrwasser von Pi Surra an der letzten Ecke ernst machte. Mit einer scharfen Attacke sicherte sich der Wallach das Kommando und verschaffte sich schnell einen Vorteil von drei Längen, den er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Flying Dreams setzte ordentlich nach und holte sich den Ehrenplatz, während auf Rang drei Lord Emery ins Ziel kam.

Nur ein Rennen später machte Caddedu den Doppelschlag perfekt und präsentierte dem Mitfavoriten Open Your Heart ein ideales Rennen. Nach einem Rennen im letzten Paar brauchte der in den Farben des Gestüts Karlshof laufende Hengst bis Mitte der Zielgeraden um richtig in Schwung zu kommen, dann drehte der dreijährige Saum-Sohn, der noch über eine Derby-Nennung verfügt aber mächtig auf und holte den zwischenzeitlich schon um mehrere Längen enteilten Floristo noch ein, womit für den Glanz-Schützling lediglich der Ehrenplatz blieb. Rang drei ging dahinter an die lange Zeit führende Sunnywood die sich beim Debüt vielversprechend präsentieren konnte. Keine Rolle spielte dagegen der favorisierte Eyetie der ohne Moment blieb und lediglich vierter wurde. 

Den ersten Sieg des Tages holte sich Stall PIDAS Serienlohn, der mit Benjamin Clös hinter den um die Führung streitenden Victory Song und Karachi auf seine Chance lauerte. Mit erreichen der Zielgeraden übernahm Karachi kurz das Kommando wurde aber innen von Serienlohn attackiert, der sofort einen Vorteil hatte, den er bis ins Ziel auf überlegene 13 Längen ausbauen konnte. Dahinter blieb Karachi auf Rang zwei, das dritte Geld blieb Victory Song, die beide der hohen Pace zu Beginn deutlichen Tribut zollen mussten.

Einen sehenswerten Sieg des elfjährigen Maistro gab es im 2. Rennen zu sehen. Der Wallach, der 2008 Riemer Seriensieger war und in einer Saison sieben Rennen auf seiner Heimatbahn für sich entscheiden konnte profitierte von einem beherzten Ritt von Silvia Pattinson, die den Wallach sofort an die Spitze beorderte und diese bis ins Ziel nicht mehr abgab. Die besseren Prämien gingen dahinter an Vulkan und Valdez, der seine starke Form bestätigen konnte.

Tränen in den Augen hatte nach dem 5. Rennen Andrea Schneider denn die Reiterin siegte mit dem von ihr gezüchteten Marcelli, der damit die neue Saison so beginnen konnte, wie er die letzte beendet hatte. Nach einem langsamen Start profitierte der Wallach von der schnellen Fahrt die Shinko Danon an der Spitze des Einlaufs vorlegte. Bereits Mitte der Zielgeraden hatte Marcelli die Spitze erreicht und siegte überlegen mit neun Längen Vorsprung vor Floralys und Noble Jack.

Zum Abschluss des Tages entledigte sich Bringmetothemoon beim elften Karrierestart ihrer Maidenschaft und siegte mit Marc Lerner im Sattel als 70:10 Chance nach Kampf gegen Shirbanu und dem deutlich zurück endenden Winoso. Damit konnte man nach dem letzten Rennen auch Trainerin Jutta Mayer zu einer Doublette gratulieren.

Grund zu feiern hatte auch Michael Figge, der das erklärte Ziel im Derby Italiano erreichte. Nach einem Rennen an zweiter Stelle, holte sich Oil of England aus dem Rennstall LA auf der Rennbahn von Rom Capanelle Rang drei hinter dem weiter ungeschlagenen Dylan Mouth und Autre Qualite und erhöhte sein Konto um stolze 71.400 €.

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